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    <title>Apocalipsis cum figuris (Liber scriptus proferetur in quo totum continetur unde mundus iudicetur)</title>
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    <description>Liber scriptus proferetur in quo totum continetur unde mundus iudicetur</description>
    <dc:publisher>Missa Solemnis</dc:publisher>
    <dc:creator>Missa Solemnis</dc:creator>
    <dc:date>2006-05-23T10:53:14Z</dc:date>
    <dc:language>en</dc:language>
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    <title>Apocalipsis cum figuris</title>
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  <item rdf:about="http://missasolemnis.twoday.net/stories/1843222/">
    <title>Das Rätsel um Spatzi ist gelöst</title>
    <link>http://missasolemnis.twoday.net/stories/1843222/</link>
    <description>Nun, es ist wie ich vermutete. Es gibt sie beide: Spatzi &lt;i&gt;und&lt;/i&gt; Blödi. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blödi ist Barbaras Alltags-Blödi und Spatzi ist Barbaras Urlaubs-Spatzi. &lt;br /&gt;
Ich hatte das durchaus damals alles richtig verstanden: Spatzi ist Türke und lebt in der Türkei und das, was Barbara nicht dazugesagt hatte, hatte ich auch richtig verstanden: Spatzi ist jung. Nämlich 29. Dagegen ist Blödi schon ein alter Sack mit seinen 38 Jahren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spatzi und Blödi wissen nichts voneinander. Das sagte Barbara im Nebensatz, nur so für den Fall, dass mir Blödi mal wieder irgendwo begegnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blödi kenne ich ja schon von der Party. Von Spatzi habe ich heute Fotos auf ihrem Handy gesehen. &lt;br /&gt;
Ich glaube man merkt es mir meistens wenigstens nicht an, wenn ich konsterniert bin. &lt;br /&gt;
Es wird wohl Zeit, mal wieder an den Fundamenten meiner Prüderie zu rütteln. Aber so sehr ich auch rüttele, Spatzi und Blödi sind irgendwie zu viel für mich. Anscheinend jedoch nicht für Barbara. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Möglicherweise habe ich hier ein Problem. Den Zahnarzt kriege ich nicht, weil er eine Freundin hat und Lachs frißt. Barbara kriege ich nicht, weil sie zwei Spatzis hat. &lt;br /&gt;
Ihn und sie an einem Tag innerhalb weniger Stunden zu sehen, war doch in gewisser Weise ein overload. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Merke: Nach dem Zahnarztbesuch nie ins Studio gehen.</description>
    <dc:creator>Missa Solemnis</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Missa Solemnis</dc:rights>
    <dc:date>2006-04-18T22:25:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://missasolemnis.twoday.net/stories/1838827/">
    <title>THOU SHALL NOT</title>
    <link>http://missasolemnis.twoday.net/stories/1838827/</link>
    <description>Das erste Gebot für Zahnärzte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;DU SOLLST KEINEN LACHS FRESSEN, BEVOR DU EINEN PATIENTEN BEHANDELST.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich war drauf und dran, etwas zu sagen. Das ist doch wirklich eine Frechheit. Anscheinend hatte er auch noch mit den Fingern gefressen, denn nicht nur seinem Mund entströmte eine Brise Fischluft, sondern vor allem seinen Wurstfingern in den Handschuhen, mit denen er in meinem Gebiss herumbohrte. &lt;br /&gt;
Ich finde das unmöglich. Ich hatte mich rücksichtsvoll mit wohlschmeckendem Parfüm eingedieselt und mit einer halben Tube Zahnpasta auch noch den letzten Hauch Kaffeeduft aus meinem Mund herausgescheuert und der frißt zum Frühstück Lachs und geniert sich nicht, danach Patienten zu behandeln. &lt;br /&gt;
Das wäre auf Distanz schon unangenehm gewesen, aber bei der Behandlung der Rückseite eines oberen Schneidezahns liegt der Zahnarzt dem Patienten praktisch bäuchlings auf der Brust, die Stellung kommt schon einer Vergewaltigungspose nahe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kaum vorzustellen, wenn das meiner geworden wäre.&lt;br /&gt;
Dann wöge er mindestens 13 Kilo weniger, hätte eine Frisur und fräße vor allem keinen Fisch.</description>
    <dc:creator>Missa Solemnis</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Missa Solemnis</dc:rights>
    <dc:date>2006-04-18T07:38:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://missasolemnis.twoday.net/stories/1827891/">
    <title>Ich hätte gern noch ein paar mehr Blogs</title>
    <link>http://missasolemnis.twoday.net/stories/1827891/</link>
    <description>und vielleicht mach ich mir die auch, wenn ich mal zu unfaul zum Garnichtstun bin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich hätte gern ein Blog für die faszinierendsten Passagen aus den Büchern, die ich lese. &lt;br /&gt;
Eine Sammlung meiner Lieblingstextstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem hätte ich gern ein Blog für die Liedertexte, die mich am meisten berühren. &lt;br /&gt;
Diese beiden Textblogs könnte man eventuell zusammenlegen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann hätte ich gern ein Blog für jede einzelne meiner Stimmungen. Ein Verzweiflungsblog, ein Zynismusblog, ein Aggressionsblog, ein albernes Blog, ein Zufriedenheitsblog und noch viele mehr. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu ein Blog für mich als Studierende.&lt;br /&gt;
Und eins für mich, die Tochter meiner Eltern.&lt;br /&gt;
Eines für mich, die Bekannte meiner Freunde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich hätte das gern alles getrennt. Nicht ein Blog, mein Blog mit verschiedenen Rubriken, sondern lauter streng voneinander getrennte Einzelblogs, wo niemand das eine in Verbindung mit den anderen bringen würde, denn ich bringe das alles ja auch nicht mit dem anderen in Verbindung, sondern erlebe es gespalten und spüre keinen Zusammenhang zwischen dem Ich in Stimmung A und dem Ich in Stimmung B und dem Ich in Stimmung C. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber das ist zu umständlich. Darum lasse ich es und darum schreibe ich kaum noch. Es macht mir keinen Spaß, alles in ein Blog zu schreiben, das passt nicht, aber mir die Mühe zu machen, X neue Blogs zu eröffnen und dann entscheiden zu müssen, wann ich was in welches schreibe, habe ich keine Lust. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ich gerade aber schon mal schreibe, möchte ich zwei Fliegen mit einer Klappe streicheln und wenigstens einen schönen Text hier loswerden. &lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Schön&lt;/i&gt; im Sinne von &quot;&lt;i&gt;amüsiert mich ungemein&lt;/i&gt;&quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;&quot;Ich arbeite nicht gern mit Patienten, die verliebt sind. &lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
Vielleicht ist es die Tatsache, dass Liebe und Psychotherapie im Grunde unvereinbar sind. Ein guter Therapeut kämpft gegen die Dunkelheit und sucht Ereuchtung, während die romantische Liebe im Mysterium Nahrung findet und bei näherer Prüfung in sich zusammenfällt.&lt;br /&gt;
Ich hasse es, der Henker der Liebe zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch obwohl sie mir gleich zu Beginn erzählte, dass sie in eine hoffnungslose, tragische Liebe verstrickt sei, habe ich nie eine Minute gezögert, Thelma als Patientin anzunehmen.&lt;br /&gt;
Alles, was ich auf den ersten Blick sah- das faltige Gesicht einer Siebzigjährigen, das schüttere, mit Wasserstoffsuperoxyd gebleichte, ungepflegte gelbliche Haar, die mageren blaugeäderten Hände - sagte mir, dass sie sich irren musste, dass das nicht wahr sein konnte. &lt;br /&gt;
Wie konnte die Liebe einen so gebrechlichen, klapprigen, alten Körper auswählen oder sich in diesem abgetragenen Jogginganzug aus Polyester niederlassen?&quot; &lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;(aus Irving D. Yalom, &quot;Die Liebe und ihr Henker&quot;)&lt;/b&gt;</description>
    <dc:creator>Missa Solemnis</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Missa Solemnis</dc:rights>
    <dc:date>2006-04-14T11:08:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://missasolemnis.twoday.net/stories/1807190/">
    <title>Weil ich so ein dummes, fettes rosa Glücksschwein bin und weil sogar mir die Glücksfee...</title>
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    <description>Weil ich so ein dummes, fettes rosa Glücksschwein bin und weil sogar mir die Glücksfee alle Jubeljahre mal mit ihrem Zauberstäbchen eins über die Rübe haut, schreibe ich jetzt nicht das ins Blog, was mich auf der unangenehmen Ebene bewegt. Die würde die gerade eben so überraschend freigelegten Millimeterchen der dünnen angenehmen Ebene ja sofort wieder unter sich verschütten und zukleistern. &lt;br /&gt;
Wenn ich nach morgen immer noch Anlass habe, über die andere Ebene nachzusinnen, kann ich ja immer noch schreiben. Mit der größten Wahrscheinlichkeit wird es so sein. Wie sagte ich nach der Barcelona-Reise: Übung macht nicht aus allen einen Meister, aber es kann durchaus hilfreich sein, zu üben und manchmal führt es sogar zu etwas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich konzentriere mich noch bis morgen gegen 10 Uhr auf diese rätselhafte, so unbekannte und unerforschte andere Ebene, die angenehme. &lt;br /&gt;
Ich wusste nicht (&lt;i&gt;mehr?&lt;/i&gt;), dass mein Gehirn in der Lage ist, Freude zu generieren. Ich kann mich nicht mehr daran erinnern, wann ich mich das letzte Mal wirklich &lt;i&gt;spürbar&lt;/i&gt; gefreut hätte. Ich meine diese &lt;i&gt;emotionale&lt;/i&gt; Freude, also die &lt;i&gt;Gefühls-Freude&lt;/i&gt;, die, die man &lt;i&gt;spürt&lt;/i&gt; und nicht nur denkt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Behandelt werden beide Emotions-Pole gleich. Ich unterscheide in der Behandlung die negativen Gefühle nicht von den positiven, die positiven haben letztendlich die gleiche bedrohliche Wirkung, bringen mich gleichermaßen aus der Bahn und balancieren gleichermaßen auf Messers Schneide, bevor sie dadurch dann aufs Schärfste entschärft werden. &lt;br /&gt;
Mit einiger Mühe konnte ich den gestrigen Tag aber sauber halten. Wäre es nicht schändlich gewesen, einen Glückstag zu beflecken? Es gab also eine Jogging-Performance am Main anstelle von Weißwurst mit Ketchup. &lt;br /&gt;
Aber heute ist ein neuer Tag und ich habe noch nicht entschieden, was es zum Abendessen geben wird.</description>
    <dc:creator>Missa Solemnis</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Missa Solemnis</dc:rights>
    <dc:date>2006-04-08T17:59:26Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://missasolemnis.twoday.net/stories/1803349/">
    <title>5 + 5 + 2 = 12&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12 : 3 = 4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;4&lt;/b&gt;&lt;br...</title>
    <link>http://missasolemnis.twoday.net/stories/1803349/</link>
    <description>5 + 5 + 2 = 12&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12 : 3 = 4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;4&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich verabschiede mich in eine Ohnmacht.</description>
    <dc:creator>Missa Solemnis</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Missa Solemnis</dc:rights>
    <dc:date>2006-04-07T13:24:13Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://missasolemnis.twoday.net/stories/1786484/">
    <title>Hätte ich DEN haben wollen?</title>
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    <description>DEN, der das Gegenteil von dünner wird und dessen Haare mehr und mehr von der Frisur zum Zustand verkommen? &lt;br /&gt;
Schauen meine Augen plötzlich durch eines anderen Geisteszustands Brille, oder wird er von Mal zu Mal unattraktiver?&lt;br /&gt;
Habe ich etwa vor SEINEM Haus im Sommer vor zwei (oder gar schon vor drei?) Jahren Abend um Abend gesessen und gehofft, ihm zu begegnen? &lt;br /&gt;
Sind die für mich ansonsten ungewöhnlichen Narben auf der &lt;i&gt;Oberseite&lt;/i&gt; der Arme etwa so alt wie die Erinnerung an den Tag, als ich IHN Hand in Hand mit seiner Freundin am Deutschherrenufer sah? &lt;br /&gt;
Es macht also nicht einmal mehr Spaß, eine kariöse Stelle hinter dem Veneer zu haben. &lt;br /&gt;
&lt;i&gt;(&quot;Da hat sich auf der Rückseite ne kariöse Stelle gebildet, sehnse?&quot; - &quot;Jo, aber ich dachte, ich hätt mir halt das Veneer n bisschen dreckig gemacht.&quot; - &quot;Neeee, neee, dreckich werden die aber nicht, ne! &quot;)&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Barbara wird von Mal zu Mal nicht schöner und nicht faszinierender. &lt;br /&gt;
Wo ist die Schönheit geblieben, wo das Gefallen, wo die Faszination? &lt;br /&gt;
Was kann einen denn noch antreiben, wenn nicht einmal mehr Faszination da ist, irgendwo? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist Frühjahr und die Welt stirbt wieder.</description>
    <dc:creator>Missa Solemnis</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Missa Solemnis</dc:rights>
    <dc:date>2006-04-03T21:58:27Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://missasolemnis.twoday.net/stories/1777252/">
    <title>Manchmal kommt man nicht darum herum</title>
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    <description>etwas mit Leuten zu unternehmen, die man nicht leiden kann. &lt;br /&gt;
So sehr sollte das Leidenkönnen nicht immer im Vordergrund stehen, oft gebührt der Taktik oder auch nur der bloßen Vernunft der Vorrangplatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Indifferenzkurvenpudel glitt in einem Jaguar an uns vorbei, als wir auf dem Weg vom Hörsaalgebäude in die Bar waren und schon johlten sie. &lt;br /&gt;
Boah ey, isch fasses net, die alde Sau! Im JA-GU-AR!&lt;br /&gt;
So wie sie alle wirken, hätten sie ihn lieber in einer Ente mit Atomkraftneindankeaufkleber gesehen. &lt;br /&gt;
(Aber wie ein Jaguar aussieht, wissen sie frappierenderweise alle).&lt;br /&gt;
Ach guter Pudel, Du bist schon ein ökonomisch intelligent handelndes Wirtschaftssubjekt. Meine Sympathien hast Du. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Stunde habe ich immerhin investiert, um mit den Leuten, mit denen ich eine Projektarbeit werde ausarbeiten müssen, Kommunikationsversuche zu unternehmen. &lt;br /&gt;
Nach einem von 8.30 bis 16 Uhr dauernden Dialogmethodeseminar hätte mir das eigentlich leichter fallen müssen. &lt;br /&gt;
Aber wie gesagt, man geht nicht immer nur zum Vergnügen mit Leuten Kaffee trinken. Auch dann nicht, wenn es nur die eigenen Kommilitonen sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass zur Zeit mal wieder mein gesamter Bekanntenkreis darum herum kommt, mit mir zu kommunizieren, ist ein anderes Thema und fällt wahrscheinlich meiner Blogunwilligkeit zum Opfer, zumindest im Moment. Ich gehe erst mal joggen oder essen oder lesen oder ins Bett.</description>
    <dc:creator>Missa Solemnis</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Missa Solemnis</dc:rights>
    <dc:date>2006-04-01T15:38:46Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://missasolemnis.twoday.net/stories/1770444/">
    <title>Versagen</title>
    <link>http://missasolemnis.twoday.net/stories/1770444/</link>
    <description>Das Wort fasziniert mich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe ein selbst für mich selber kaum nachvollziehbares Faible für Wörter, meistens für Wörter, denen außer mir kaum ein Anderer besondere Aufmerksamkeit schenken würde. &lt;br /&gt;
Manche Wörter üben eine solch ungemeine Anziehungskraft auf mich aus, dass sie mir oft stundenlang nicht aus dem Kopf gehen und in mir gefangen sind wie in einer Endlosschleife. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Versagen&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allein stehend finde ich es schon gigantisch. Es klingt final, kompromisslos. Es klingt nach Zusammenbruch, Auflösung, Vernichtung, am meisten nach einem langsamen, akzentuierten, koordinierten Zusammenbruch. Nach einer planvollen Kapitulation. &lt;br /&gt;
Jedes Versagen hat Struktur. Es passiert nicht einfach so, es tritt nicht unerwartet ein wie ein Zusammensturz oder eine Explosion, es hat eine Vorlaufzeit, etwas arbeitet unter der Oberfläche und die Effekte treten nach und nach zu Tage. Versagen ist kein Ereignis, sondern ein Prozess. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch besser gefällt mir das Wort in Verbindung mit einem anderen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Organversagen&lt;br /&gt;
Systemversagen&lt;br /&gt;
Marktversagen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marktversagen.&lt;br /&gt;
Dieser Begriff hat die Endlosschleife ausgelöst und sich selbst darin gefangen.&lt;br /&gt;
Ich stelle mir ein Marktversagen vor und starre darauf wie in einen Fernseher, aus dem ein fesselnder Film strahlt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie gigantisch muss ein Marktversagen sein, was für ein gewaltiger Prozess muss das sein. &lt;br /&gt;
Was für ein enormes, perfektes Zusammenspiel muss hinter einem Marktversagen stehen und was für machtvolle Faktoren müssen es sein, die es auslösen könnten. &lt;br /&gt;
So machtvoll, dass Marktversagen eigentlich nur ein Gedankenmodell ist, anders als zu einem Organ- oder Systemversagen kann es zu einem wirklichen Marktversagen an sich gar nicht kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade deshalb stelle ich mir diesen Begriff in Musik oder Form gebracht vor. Wie würde eine musikalische Darstellung eines Marktversagens klingen? Wie würde es gemalt aussehen, welche Farbe hätte es?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich liebe Wörter. Vielleicht lege ich ein Wörterblog an. Mit meinen Gedanken zu den Begriffen, die mich faszinieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Marktversagen&quot;&gt;http://de.wikipedia.org/wiki/Marktversagen&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>Missa Solemnis</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Missa Solemnis</dc:rights>
    <dc:date>2006-03-30T20:57:05Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://missasolemnis.twoday.net/stories/1741009/">
    <title>Und weil sie bei mir sowieso alle untendurch sind</title>
    <link>http://missasolemnis.twoday.net/stories/1741009/</link>
    <description>bleibe ich gleich noch im selben Studio und lasse mich noch eine Runde aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Karen war natürlich auch da. &lt;br /&gt;
Karen fand ich auch mal ganz spannend, damals so am Anfang. &lt;br /&gt;
Vor allem, weil sie einen in den Kursen mit &quot;Schatz&quot; anredet. &lt;br /&gt;
Machste suupaa, Schatz! &lt;br /&gt;
Na lous, noch n biischen höhää das Bein, Schatz!&lt;br /&gt;
Waas, hass noch nie mit Hanteln trainiert, Schatz? Süüüß!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spannend fand ich auch, dass ich mir nie mit mir darüber einig wurde, ob Karen süß aussieht oder grauenhaft vulgär. Das Dazwischen machte sie irgendwie reizvoll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen bin ich mir einig darüber, dass sie so ziemlich die ordinärste Erscheinung ist, die je durch so ein Studio getobt ist. Mehr noch: sie ist eigentlich total peinlich. &lt;br /&gt;
Karen hat schätzungsweise einen IQ von 60 und einen SQ (Sexual-Quotienten) von 600. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Karen fährt einen Maserati. Ich musste dreimal hingucken. Dann fragte ich Barbara ganz ungeniert, ob denn Karen wohl mit ihrem Rumgehoppse so viel verdiene, dass sie sich einen Maserati (und angeblich noch einen Mercedes dazu) leisten könne. Barbara hielt das für möglich. Ich nicht. Ich halte es für wahrscheinlicher, dass sie noch woanders rumhoppst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Karen trug ein knallrotes, knallenges Kostüm. Knallröter und knallenger ging es wirklich nicht mehr. Und mindestens 10-Zentimeter-Stilettos. Und ihre krähende Papageienstimme kam sogar noch gegen die übersteuerten Lautsprecher mit den neuesten Hits der Neunziger an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich frage mich manchmal, auf welchem Trip mein Geschmack gerade ist, wenn er mir einredet, dass mir bestimmte Frauen gefallen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strike&gt;&lt;i&gt;(Und wenn ich sie übermorgen im Kurs sehe, schaue ich doch wieder hin.)&lt;/i&gt;&lt;/strike&gt;</description>
    <dc:creator>Missa Solemnis</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Missa Solemnis</dc:rights>
    <dc:date>2006-03-24T12:47:47Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://missasolemnis.twoday.net/stories/1738975/">
    <title>Who for fuck&apos;s hell is Spatzi?</title>
    <link>http://missasolemnis.twoday.net/stories/1738975/</link>
    <description>Den Traum vom Liebesrausch (was auch immer das sein könnte) mit Barbara kann ich mir abschmatzen. Den lebt sie mit ihrem Kerl aus. Der ist kein Türke, sondern ein hessischer Prolet (was fast genauso schlimm ist), 12 Jahre jünger als sie und kann vor Blödheit nicht geradeaus gucken. Wie alle Blöden ist er indiskret und kennt keine Scheu wenn es darum geht, über Privatangelegenheiten zu plaudern. Seit acht Jahren kennen sie sich, davon waren sie mal zwei Jahre getrennt, Kinder hätte er schon ganz gern gehabt, wenn Barbara halt n bisschen jünger wäre, dafür wäre er aber mal fast Vater geworden in den zwei Jahren, in denen sie getrennt waren... Aber Barbara ist halt schonn ne tolle Frau, gell. &lt;br /&gt;
Ja, gell. &lt;br /&gt;
Wetten, dass er behauptet, sich den ganzen Abend vortrefflich mit mir unterhalten zu haben? Ich bin keinmal zu Wort gekommen. &lt;br /&gt;
Nett, das ist also Barbaras Freund. &lt;br /&gt;
&lt;b&gt;BUT WHO THE FUCK IS &lt;i&gt;SPATZI&lt;/i&gt;, THEN?????????&lt;/b&gt;</description>
    <dc:creator>Missa Solemnis</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Missa Solemnis</dc:rights>
    <dc:date>2006-03-24T00:02:01Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://missasolemnis.twoday.net/stories/1698352/">
    <title>Das kann passiern, Sie brauchen sich nicht zu geniern</title>
    <link>http://missasolemnis.twoday.net/stories/1698352/</link>
    <description>4.45 Uhr aufgestanden&lt;br /&gt;
von 7 bis 18 Uhr auf einem Söfchen gesessen und Kaffee getrunken&lt;br /&gt;
von 18 bis 18.45 Uhr Sekt getrunken&lt;br /&gt;
auf der Rückfahrt in der S-Bahn seelig geschlummert&lt;br /&gt;
am HBF aufwachend daran erinnert, noch - wenn auch sehr verspätet - in die Uni zu müssen&lt;br /&gt;
an einem Gleis gestanden und gewundert, dass die U 4 nicht kommt&lt;br /&gt;
festgestellt, am falschen Gleis zu stehen&lt;br /&gt;
richtiges Gleis angepeilt&lt;br /&gt;
richtige U-Bahn gefunden&lt;br /&gt;
hineingesunken&lt;br /&gt;
an der Uni guten Willen zum Aussteigen gehabt&lt;br /&gt;
Gürtel vom Mantel hat sich am U-Bahn-Sitz verfangen&lt;br /&gt;
gefangen&lt;br /&gt;
wie ein Hund an seiner Kette knurrend aber möglichst unauffällig am Gürtel gezerrt&lt;br /&gt;
U-Bahn fährt weiter&lt;br /&gt;
weiter dezent gezerrt und geknurrt und vermieden, Heiterkeit bei anderen Fahrgästen auszulösen&lt;br /&gt;
endlich von dem besitzergreifenden Sitz befreit&lt;br /&gt;
mit damenhafter Miene an der nächsten Station ausgestiegen&lt;br /&gt;
auf die nächste Bahn in der Gegenrichtung gewartet&lt;br /&gt;
zurückgefahren&lt;br /&gt;
an der Uni ausgestiegen&lt;br /&gt;
falschen Ausgang benutzt, da in der Gegenrichtung die Welt so anders aussieht&lt;br /&gt;
20.15 Uhr mit Siegermiene den Hörsaal betreten&lt;br /&gt;
20.45 Uhr ihn mit besiegter Miene wieder verlassen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wer mag nun noch behaupten, ich nähme nichts auf mich für mein Studium?</description>
    <dc:creator>Missa Solemnis</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Missa Solemnis</dc:rights>
    <dc:date>2006-03-14T21:36:54Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://missasolemnis.twoday.net/stories/1680159/">
    <title>Übungen</title>
    <link>http://missasolemnis.twoday.net/stories/1680159/</link>
    <description>Dass Übung den Meister macht, ist Quatsch. &lt;br /&gt;
Nicht alles lässt sich üben und nicht alle lassen sich zu Meistern machen. &lt;br /&gt;
Aber Üben kann ganz interessant sein und manchmal sogar zu etwas führen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für&apos;s erste Mal war es gar nicht schlecht. &lt;br /&gt;
Und solange man es immer selbst merkt, wenn man an einen Punkt kommt, den man für die Zukunft noch besser üben muss, ist noch nichts verloren. &lt;br /&gt;
Außerdem muss man bedenken, dass man nicht der Einzige ist, der noch etwas zu üben hat. Die anderen sind auch keine Meister. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht nur das Reisen mit anderen Leuten lässt sich üben, sondern auch das Älterwerden. &lt;br /&gt;
Auch das war diesmal gar nicht so entsetzlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber ob mir DAS zu denken geben sollte...?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;250&quot; height=&quot;223&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/missasolemnis/images/Hund-2-klHund-2.jpg&quot; alt=&quot;Hund-2-klHund-2&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;250&quot; height=&quot;241&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/missasolemnis/images/Hund-1-klHund-1.jpg&quot; alt=&quot;Hund-1-klHund-1&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;249&quot; height=&quot;159&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/missasolemnis/images/Drache-klDrache.jpg&quot; alt=&quot;Drache-klDrache&quot; /&gt;</description>
    <dc:creator>Missa Solemnis</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Missa Solemnis</dc:rights>
    <dc:date>2006-03-10T15:46:13Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://missasolemnis.twoday.net/stories/1646051/">
    <title>Wunscherfüllung</title>
    <link>http://missasolemnis.twoday.net/stories/1646051/</link>
    <description>ist selten befriedigend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute Abend werden sich gleich zwei jahrelang sorgsam kultivierte Wünsche erfüllen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Barcelona mit erwachsenen Augen sehen&lt;br /&gt;
Mit Bekannten und nicht mit meinen Eltern oder mit mir allein verreisen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo bleibt die gebührende Freude?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Komisch: In Gegenwart anderer kann ich nicht nicht komisch sein. &lt;br /&gt;
Warum das so ist, habe ich noch immer nicht herausgefunden. &lt;br /&gt;
Große Rollen spielen u.a. die etablierten Gefühle und Überzeugungen&lt;br /&gt;
* unbeliebt bis verhasst zu sein&lt;br /&gt;
* den anderen unterlegen zu sein&lt;br /&gt;
* von den anderen nicht vollkommen anerkannt zu sein&lt;br /&gt;
* nur eine gutmütig mitgenommen wordene Randfigur zu sein&lt;br /&gt;
* von den anderen &quot;komisch&quot; gefunden zu werden&lt;br /&gt;
* das schwächste Glied der Kette zu sein&lt;br /&gt;
* nicht auf die gleiche Weise wie die anderen akzeptiert zu werden&lt;br /&gt;
* zu stören&lt;br /&gt;
* nicht wirklich mit dazuzugehören&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Offenbar habe ich noch nicht verinnerlicht, dass wir das Jahr 2006 schreiben und nicht mehr das Jahr 1986. &lt;br /&gt;
Damals traf all das zu. &lt;br /&gt;
Aber heute doch nicht mehr.&lt;br /&gt;
Wann begreife ich, dass ich nicht mehr in meiner Welt der 8- oder 12- oder 16-Jährigen lebe, sondern in meiner gar nicht mehr so neuen Welt der Über-30-Jährigen? &lt;br /&gt;
Schon seit Jahren bin ich nicht mehr die Unwillkommene, die Komische, die Herumgestoßene, die Abgelehnte, die Ausgelachte von damals. &lt;br /&gt;
In meiner Umgebung halten sich nicht mehr diejenigen auf, die nur darauf aus waren, mich zu beleidigen und auszuschließen. &lt;br /&gt;
Aber das ist mir noch immer nicht vollkommen klar geworden und darum empfinde ich nicht nur wie damals, ich verhalte mich auch noch wie damals, wie das ausgeschlossene, ausgelachte, von allen Seiten angegriffene Kind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht die anderen sind &quot;komisch&quot; zu mir. &lt;br /&gt;
Ich bin &quot;komisch&quot; zu ihnen und provoziere damit, dass Leute, die mich von sich aus gar nicht &quot;komisch&quot; behandeln würden, es schließlich doch tun.&lt;br /&gt;
Niemand fände mich heute noch komisch, wenn ich mich nicht immer so komisch verhielte.&lt;br /&gt;
Ich verhalte mich komisch, weil ich so überzeugt davon bin, komisch gefunden zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe vor diesen 3 1/2 Tagen mehr Angst als Freude. &lt;br /&gt;
3 Klassenfahrten und eine Skifreizeit während meiner Schulzeit wirken noch heute nach und lassen in mir Gefühle von Panik aufkommen bei dem Gedanken, mehrere Tage lang anderen Kindern schutzlos ausgeliefert zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anderen Kindern.&lt;br /&gt;
&lt;strike&gt;Anderen Kindern&lt;/strike&gt;. &lt;br /&gt;
Das muss ich endlich begreifen.&lt;br /&gt;
Wir sind keine Kinder mehr.&lt;br /&gt;
Ich bin kein Kind mehr und meine Mitreisenden sind keine Kinder mehr. &lt;br /&gt;
Ich kann endlich aufhören, Angst vor anderen Kindern zu haben. Ich kann aufhören ein Kind zu sein, das die anderen Kinder fürchtet. &lt;br /&gt;
Ich brauche mich nicht mehr so zu verhalten, als wäre ich von anderen Kindern umgeben. &lt;br /&gt;
Ich bin erwachsen unter Erwachsenen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber was der Verstand endlich begriffen hat, hat das Gefühl noch lange nicht kapiert. &lt;br /&gt;
Mein Gefühl ist um 20 Jahre im Rückstand.</description>
    <dc:creator>Missa Solemnis</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Missa Solemnis</dc:rights>
    <dc:date>2006-03-03T08:58:54Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://missasolemnis.twoday.net/stories/1636907/">
    <title>LA SERIE DEI NUMERI</title>
    <link>http://missasolemnis.twoday.net/stories/1636907/</link>
    <description>&lt;b&gt;20&lt;/b&gt; Stunden in etwa, um von der Haustür des Hotels wieder zur eigenen Haustür zu gelangen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;3&lt;/b&gt; Stunden stop over in einem mir sogar namentlich völlig unbekannten Land, das mit seinen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;800.000&lt;/b&gt; Einwohnern als Nummer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;8 &lt;/b&gt;auf der Weltrangliste der reichsten Staaten rangiert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;40&lt;/b&gt; Grad Temperaturunterschied von +38 Grad zu -2 Grad heute Morgen um 6.55 Uhr am Frankfurter Flughafen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;90 &lt;/b&gt;Emails, davon doch immerhin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;2&lt;/b&gt; private (ach, Du gute Hibbi! Und - meinetwegen - ach, der gute dicke, eigentlich ja fiese G.D.) und&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;88&lt;/b&gt; Newsletter, Virenschleudern und Penisverlängerungsmaschinenangebote &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;10&lt;/b&gt; oder ein paar mehr Abstürze in Folge aufgrund von meinem PC undeutlich dahingenuschelten Fehlermeldungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;30&lt;/b&gt; Minuten Telefonat mit Papa, der im Seniorenheim sehnsüchtig auf die Abholung durch Mama wartet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;3&lt;/b&gt; Scheiben Käse gierigst gefressen nach&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;13&lt;/b&gt; käselosen Tagen in einem Land der ku/h/linarischen Banauserie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;1&lt;/b&gt; Anruf von M., der Lieben, der mich noch mindestens&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;2&lt;/b&gt; Stunden lang erstaunte, da es mich immer so sehr verwundert, wenn jemand einfach nur anruft, weil er mich gern sprechen möchte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;85&lt;/b&gt; Stunden ca. bis zum Abflug nach Barcelona&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;30&lt;/b&gt; Kilo unausgepacktes, zum Teil unfreundlich miefendes, verknuddeltes Gepäck auf meinem Fußboden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;4&lt;/b&gt; Stunden bis zur ersten Vorlesung des Semesters, die mir nach&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;30&lt;/b&gt; mehr oder minder schlaflosen Stunden keine extatischen Jubilierschreie entlocken wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;1000&lt;/b&gt; gute Gründe, nicht wirklich glücklich über meine Rückkehr zu sein</description>
    <dc:creator>Missa Solemnis</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Missa Solemnis</dc:rights>
    <dc:date>2006-03-01T12:56:03Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://missasolemnis.twoday.net/stories/1582388/">
    <title>So schlimm war&apos;s gar nicht</title>
    <link>http://missasolemnis.twoday.net/stories/1582388/</link>
    <description>Letzten Arbeitstag überstanden.&lt;br /&gt;
Bei meinen Eltern angekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Papa ist inzwischen im Seniorenheim.&lt;br /&gt;
Der Koffer ist inzwischen so gut wie gepackt.&lt;br /&gt;
Mama ist natürlich schon längst fertig und säße am liebsten schon auf dem Flughafen rum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie immer in den letzten 20 Jahren nach einem Abschied von Papa die Angst, es könnte der letzte Abschied gewesen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Treppenhaus brennt zwischen Blumen und Plüschtieren die Totenkerze für das ertrunkene Nachbarskind.&lt;br /&gt;
Ich überlege, ob ich das etwas penetrant finde. Ich sehe die Kinderkerze und denke jedes Mal automatisch, dass das auch eine Papakerze sein könnte.&lt;br /&gt;
Aber solange es die Kinderkerze ist, ist es o.k. &lt;br /&gt;
Ich habe mich bemüht, ein bisschen Mitleid zu verspüren, wenigstens mit den Eltern, aber es klappt nicht. Dass man Gefühle nicht erzwingen kann, selbst wenn man sie als guter Mensch haben müsste, muss ich endlich kapieren.&lt;br /&gt;
Genauso wenig kann man Gefühle wegzwingen. Die Angst, Papa nicht wiederzusehen kann ich so wenig wegzwingen, wie ich das Kindermitleid herbeizwingen kann. &lt;br /&gt;
Gefühle sind widerspenstig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein bisschen Reisevorfreude würde ich auch gern herbeizwingen. &lt;br /&gt;
Vielleicht klappt das heute Nacht im Flugzeug. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Vorfreude auf den nächsten Bandenstammtisch klappt es besser. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein bisschen anstrengend ist das aber alles.</description>
    <dc:creator>Missa Solemnis</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Missa Solemnis</dc:rights>
    <dc:date>2006-02-17T09:37:04Z</dc:date>
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